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Der Deutsche Bundesrat hat dem neuen Gesetzentwurf zur Berufsbildung zugestimmt. Damit werden die Titel "Bachelor Professional" und "Master Professional" per 1.1.2020 definitiv eingeführt. Für die Schweizerische Berufsbildung wird der Druck damit nochmals erhöht, binnen nützlicher Frist den englischen Titel Professional Bachelor für HF-Abschlüsse einzuführen.
Drei Punkte stimmen uns zuversichtlich, dass der HF-Bereich endlich aus seiner stiefmütterlichen Behandlung heraus zu seinem wahren Wert in der Wirtschaft, Politik und Gesellschaft findet. Erstens besteht ein breiter Einbezug der Beteiligten, zweitens sind die Erkenntnisse aus unserer grossangelegten Studie sehr homogen und zeigen deutlich auf, was geändert werden muss, und drittens ...
Es gibt einige Veränderungsmöglichkeiten, welche die Positionierung der Stufe HF verbessern und die Höheren Fachschulen klar als Teil der Berufsbildung positionieren würden, so wie in der Motion gefordert. Die Teilnehmer der Umfrage haben ganz klar aufgezeigt, was nützt und was nicht. Die Antworten der Teilnehmer zeigen eine überraschend grosse Homogenität auf.
Am 24. Juni 2019 wurde die alle zwei Jahre durchgeführte Grossstudie „Saläre HF“ abgeschlossen. Es haben 3‘717 Personen an der Umfrage teilgenommen, davon 2‘275 HF- Diplomierte und 1‘442 HF-Studenten. Die Saläre, die sich aus den eingegangenen Daten berechnen lassen, sind Durchschnittswerte und eine IST-Aufnahme der Saläre des Jahrs 2018. Diese Werte eignen sich als Standortbestimmung bei Lohngesprächen sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber.
Die ersten Auswertungen aus der HF-Umfrage sprechen eine deutliche Sprache und zeigen ein starkes und einheitliches Bild bei den Forderungen zur besseren Positionierung der Stufe HF. Diese Statistiken können nicht einfach übergangen werden. Sie zeigen genau auf, wo und wie gehandelt werden muss. Alle Auswertungen werden in das Projekt des Bundes «Bessere Positionierung der Stufe HF» einfliessen.
An unserem Treffen vom 5. Juni 2019 mit verschiedensten Parlamentariern konnten wir die wichtige Rolle der Diplomierten HF (Höhere Fachschulen) für die Gesellschaft aufzeigen und deren Schlüsselfunktion in der Umsetzung der Digitalisierung in der Wirtschaft präsentieren.
Am 11. Mai 2019 fand in Zürich der wichtigste ODEC-Verbandsanlass des Jahres statt. An der Delegiertenversammlung wurde das Positionspapier vorgestellt, welches konkrete Verbesserungsforderungen für die Stufe HF enthält. Ein Highlight war die Rede der BDP-Nationalrätin Rosmarie Quadranti.
Über den eigenen Tellerrand schauen und neue Kontakte knüpfen: ODEC-Geschäftsführer Urs Gassmann nimmt in seiner Funktion als Präsident von EurEta auch regelmässig an internationalen Konferenzen teil. Vergangene Woche war er bei der Jahreskonferenz von EURASHE in Budapest dabei. Dabei zeigte sich: Die Arbeitsmarktorientierung in der praxisorientierten Höheren Bildung wird auch in Europa immer wichtiger.
Nachdem sich das Parlament für eine Stärkung der Stufe Höhere Fachschulen ausgesprochen hat, geht es nun an die Umsetzung. Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI hat ein entsprechendes Projekt lanciert, in welchem der ODEC mitarbeitet. In einem Positionspapier für das SBFI hat der ODEC die Forderungen im Sinne der Diplomierten HF erläutert.
Seit genau einem Jahr fungiert Mirko Ganarin als Zentralpräsident des ODEC. Die ideale Gelegenheit also, um auf eine bewegte Zeit zurückzuschauen und einen Blick in die Zukunft zu werfen.